Häufige Fragen zu Scrum:

Was sind die Aufgaben des Product Owners?

Der Product Owner ist die Person (Accountability/Rolle) innerhalb eines Scrum Teams, welche für den wirtschaftlichen Erfolg eines Produktes/Projektes verantwortlich zeichnet. Somit ist sie/er verantwortlich für die Wertmaximierung des zu entwickelnden Produkts, und für die Qualität des Produktes. Wie dies geschieht, kann je nach Organisation, Scrum-Team und Einzelpersonen stark variieren. Scrum spricht hier von der Accountability des ROI und TCO's.

Ein Product Owner ist die einzige Person, die für das Product Backlog Management Verantwortung trägt. Sie bzw. er bestimmt in Abhängigkeit des höchsten wirtschaftlichen Wertes eine Rangfolge an Anforderungen (das Product Backlog), welche die Developer dann umsetzen.

Folgende Themen umfassen seine/ihre Tätigkeit:

  1. Priorisierung und Refinement:
    1. Die Einträge im Product Backlog klar zu formulieren und so zu ordnen, dass Ziele und Missionen optimal erreicht werden können. Basierend auf Kundenbedürfnissen, geschäftlichem Wert und anderen relevanten Faktoren.
    2. Sicherzustellen, dass die Developer (Entwicklungsteam) die Product-Backlog-Einträge im erforderlichen Maße verstehen daraus ergeben sich Regelmäßige Refinements des Product Backlogs, um sicherzustellen, dass die Einträge klar, geschätzt und bereit für die Umsetzung sind.
    3. Den Wert der Arbeit zu optimieren, welche die "Developer" (das Development-Team) erledigen.
    4. Sicherzustellen, dass das Product Backlog sichtbar, transparent und für alle klar ist sowie zeigt, woran das Scrum-Team als nächstes arbeiten wird.
  2. Kommunikation und Stakeholder-Einbindung:
    1. Ein Product Owner ist die Schnittstelle zu den Stakeholdern wie z.B. zum "Endkunden". Product Owner sorgen dafür, dass diese immer über den Entwicklungsfortschritt des Produktes oder Projektes informiert sind.
    2. Aktive Kommunikation mit Stakeholdern, um deren Anforderungen zu verstehen und in den Product-Backlog zu integrieren.
    3. Einbeziehung von Feedback und Anregungen der Stakeholder in den Priorisierungsprozess.
  3. Erfolgskriterien und Messbarkeit:
    1. Festlegen von klaren Erfolgskriterien für jedes Product-Backlog-Element.
    2. Sicherstellen, dass die Ziele messbar sind, um den Fortschritt und den Erfolg des Produkts zu überwachen.
  4. Risikomanagement:
    1. Identifikation und Bewertung von Risiken im Zusammenhang mit Product-Backlog-Einträgen.
    2. Implementierung von Maßnahmen zur Risikominderung oder -vermeidung.
  5. Budget- und Ressourcenmanagement:
    1. Berücksichtigung von Budget- und Ressourcenbeschränkungen bei der Priorisierung und Planung.
    2. Zusammenarbeit mit dem Management, um sicherzustellen, dass die finanziellen Ressourcen angemessen zugewiesen sind.
  6. Marktanalyse und Trends:
    1. Verfolgung von Markt- und Branchentrends, um sicherzustellen, dass das Produkt relevant bleibt.
    2. Anpassung des Product Backlogs basierend auf neuen Erkenntnissen und Entwicklungen.
  7. Abhängigkeiten und Integration:
    1. Identifikation und Verwaltung von Abhängigkeiten zwischen Product-Backlog-Einträgen und anderen Teams oder Projekten.
    2. Sicherstellen, dass die Integration der entwickelten Funktionen reibungslos verläuft.

 

Ein Product Owner kann die oben genannten Arbeiten selbst durchführen oder sie durch die "Developer" (das Development-Team) erledigen lassen. Ein Product Owner bleibt jedoch immer rechenschaftspflichtig und in der Verantwortung.

Ein Product Owner ist immer eine einzelne Person, kein Komitee. Ein Product Owner kann zwar die Wünsche eines Komitees im Product Backlog wiedergeben, aber diejenigen, die einen Eintrag des Product Backlogs in seiner Priorität verändern möchten, müssen sich an den Product Owner wenden.

Damit ein Product Owner erfolgreich sein kann, muss die gesamte Organisation seine/ihre Entscheidungen respektieren. Die Entscheidungen eines Product Owners sind in Inhalt und Reihenfolge des Product Backlogs sichtbar. Niemand darf die "Developer" (das Development-Team) zwingen/überreden, andere Anforderungen zu bearbeiten.

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